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Hansruedi Stahel
Das Problem, den Patienten zu informieren wird immer größer. Warum? Ganz einfach, weil ein Überangebot an Informationen besteht. Jede Organisation, die Presse, die Industrie etc. versuchen, ihre Information an den Mann resp. die Frau zu bringen. Wie bringt man nun den Menschen dazu, dass er auf die Information aufmerksam wird? In dem der Informationsüberbringer Aufmerksamkeit provoziert. Rechts und links nicht nur politisch wird also Aufmerksamkeit provoziert und informiert.
Ein deutscher Philosoph hat einmal gesagt: „Der Mensch ist ein Flaschenhals, er kann 2-3 Megabyte pro Sekunde aufnehmen, aber nur 20 verarbeiten. Die Botschaft bleibt im Hals stecken.“
Die Informationsflut hat die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit so eingeschränkt, dass viele Menschen nicht mehr fähig sind, miteinander zu kommunizieren.
Auch ist der Patient von den Aussagen des Arztes nicht sehr begeistert, da diese selten seinen Wünschen entsprechen.
Wie ist es nun dem Arzt möglich, den Patienten optimal zu informieren, so dass dieser die Wünsche des Arztes auch zu seinen Gunsten umsetzt?
Sind Sie als Arzt noch fähig, mit sich selbst zu kommunizieren? Wenn Sie dies nicht mehr sind, werden Sie auch nicht fähig sein, mit Ihren Patienten einen Dialog zu führen.
Wie verläuft ein Gespräch? Höhepunkt, Tiefpunkt, Abschluss oder gar Probeabschluss.
Der Patient wie auch der Arzt haben eine Erwartungshaltung. Diese beiden Erwartungshaltungen sind absolut different. Wie ist es dem Arzt möglich, in kurzer Zeit eine Brücke zum Patienten zu bauen, welche zur Möglichkeit eines besseren Verständnisses führt?
Wie verläuft bei Ihnen in der Familie die Kommunikation?
Was stellt sich Ihr Kommunikationspartner unter Ihnen vor? Wie sieht er Sie? Wo holt er seine Informationen über Sie her?
Warum müssen wir überhaupt kommunizieren? Wir können dem Patienten doch einfach sagen, was er zu tun hat.
Was müssen wir unternehmen, damit der Patient unsere Botschaft annimmt und noch wichtiger, dass er sie umsetzt?
Sind für Sie die ewigen Einwände der Patienten „Fertigmacher“ oder Aufsteller.
Ärzte denken in den meisten Fällen Ergebnis bezogen. Sie sind fähig, aus fröhlichen Dicken traurige Dünne zu machen. In der heutigen Zeit müssen wir wieder lernen, Erlebnis bezogen zu denken. Speziell beim Typ 2 Diabetiker, mit seiner oft schlechten Prognose, muss der Weg zum Ziel werden. Wenn ein Arzt Erlebnis orientiert therapiert, wird seine Arbeit auch für ihn wieder zu einem Erlebnis.
Ist das Problem das Problem? Wie kann ich als Therapeut feststellen, ob das mir vom Patienten dargestellte Problem überhaupt sein Problem ist, oder ob der Patient ganz einfach seinen Frust über irgendetwas Anderes bei mir loswerden will?
Ein deutscher Arzt weiß nach neuesten Studien nach 20 Sekunden, was der Patient von ihm wünscht. Ist dies eine seriöse Bedürfnisabklärung, ja oder nein? Die Zeit des Arztes ist kostbar. Wie ist es nun möglich, in kurzer Zeit eine doch perfekte Bedürfnisanalyse durchzuführen?
Ein Praxisteam sollte auch Team mäßig arbeiten. Wer spricht eigentlich über was mit dem Patienten? Gibt es eine Kommunikationsschiene oder redet jeder einfach darauf los? Wie ist es in der Arztpraxis möglich, optimal zu informieren und trotzdem Zeit zu sparen?
Was bestimmt die Kommunikation? Worte, Betonung oder Körpersprache?
Meine Aufgabe in der Novo Nordisk Akademie® liegt darin, die oben aufgeführten Fragen zu erörtern, die verborgenen, kommunikativen Talente, sprich Fähigkeiten, auf humorvolle, aber auch ernste, Art zu wecken und im anschließenden Training zu festigen. Als Brückenbauer zwischen Arzt und Patient freue ich mich darauf, Sie kennen zu lernen.
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