Hormonersatztherapie - mit und ohne Blutung
In der Hormonersatztherapie unterscheidet man zwei Therapieformen: Die sequenzielle Therapie - hier kommt es zu regelmäßigen Blutungen - und die kontinuierlich kombinierte Therapie - hier haben Sie keine Blutungen mehr. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Zyklen unregelmäßig werden und Sie vielleicht unter typischen Wechseljahresbeschwerden
leiden, sprechen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt an. Er kann mit Ihnen entscheiden, ob für Sie eine Hormonersatztherapie notwendig ist. Wenn ja, könnte man mit einer niedrig dosierten sequenziellen Hormonersatztherapie beginnen. Diese bewirkt durch die aufeinander folgende Estrogen- und Gestagengabe, dass die Blutungen wieder regelmäßig auftreten und andere Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, etc. behoben werden.
Vielleicht hatten Sie bereits längere Zeit keine Blutungen mehr und würden ab sofort lieber ganz auf Ihre "Tage" verzichten? Dann wird Ihnen Ihre Frauenärztin / Ihr Frauenarzt eventuell zu einer kontinuierlich kombinierten Therapie raten. Die ununterbrochene Einnahme von Estrogenen und Gestagenen bewirkt, dass Ihre Regel ausbleibt und die Wechseljahrsbeschwerden gelindert werden. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem, dass der Hormonersatz bei Langzeittherapie einen nachgewiesenen Schutz vor Osteoporose bieten kann - selbst bei geringer Dosierung.
Wir raten Ihnen: Sprechen Sie offen Ihre Bedürfnisse an und wägen Sie Vor- und Nachteile einer Therapie gemeinsam mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt ab. Hormonpräparate sind in unterschiedlichen Dosierungen und Zusammensetzungen erhältlich, so dass Ihr Arzt eine für Sie individuelle Therapie finden wird. Auch werden Sie zwischen Tabletten, Pflastern und Gels wählen können.
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